Archive for September 2008

Friede den Hütten, Krieg den Palästen!
September 15, 2008

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Gated Communities – oder von Porto Alegre nach Potsdam

Im Bett liegend und das Hirn voll von Bernhard Laum, Res Publiqu, Suum quique und dem Aufbau des Sozialismus schaute ich kurz vorm Examen dann doch noch ein wenig Spiegel TV zur Entspannung und war überrascht. Überrascht davon, daß mein Magisterarbeitsthema doch lebensweltlicher war als manch anderes. Erneut ging es um Gentrifizierung, jedoch nicht mehr nur um die reine Schwabeninvasion die meine geliebte Heimatstatt schon fast völlig aufgesogen hat sondern um Gentrifizierung de luxe.  Wie zum Beispiel dieses Bonzenghetto in Potsdam.  http://www.arcadia-potsdam.com/

Sehr interessant war die Behauptung, daß die Angst um die eigene Sicherheit sich durch sämtliche Gesellschaften zieht und solche gated communities ja völlig normal wären- man müsse doch nur nach Brasilien und Argentinien schauen. Hmm ja klar, Potsdam als Rio de Janeiro der DDR  ist auch bekannt für seine Favelas, Karneval und Copacabana direkt an der Havel.

Daneben fand ich auch die so betitelte Castro-Kritikerin mit ihrem schwäbisch-denglish Akzent sehr belustigend. Sicherlich eine kluge Frau, stellt sich für mich doch immer eine Art ungläubiges Staunen ein, wenn man die Weltfremdheit oder Ignoranz solcher Personen mehr als deutlich erfährtsobald sie die typische „100’er- Bus- vorn Sitzer- Mentalität“ auspacken.  Eben jene Leute, die einem die Welt erklären wollen, obwohl sie überall erst gestern angekommen sind. Sie wollte ja schon immer im Herzen der Stadt wohnen, egal wo, sie muss immer in der City wohnen wo das Leben pulsiert… so weit so gut aber Potsdamer Platz in Berlin ???

Welches Leben gibt es da außer Touristen? Der Potsdamer Platz ist sehr fein, eine nette architektonische Spielerei und doch erinnert er mich an manchen Tagen an eine Szenerie aus einem Nuklearthriller. Kein Arsch auf der Straße, kein Leben, kein Garnichts. Also wer diesen sterilen Fremdkörper als Herzen der Stadt bezeichnet, der hat für mich als Castrokritiker vor so viel Weltbfremdheit auch keine wirkliche Aussagekraft.

In diesem Sinne viel Spaß beim  Lachen vielleicht findet jemand die SPIEGEL TV SENDUNG vom 14. September 2008.

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Tabea und Jonathan..Lustiges aus der Waldorfschule
September 9, 2008

Ich war am Alex so richtig im Bahnhof drin

Bücher aus der Bibliothek holen danach stand mir der Sinn

uff enma kiek ick und ick jloob ick spinn.

Wat sahen meine müden Ogen

kiek ma selba kannste det globen ????

Lokale Größen in der Schwedenstraße
September 5, 2008

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Wenn in einem Pressetext des Quartiermanagement Lobespsalme auf die Fortentwicklung des Bezirkes in die richtige Richtung erscheinen und dann lokal und „Kolonie Wedding“ in einem Satz erscheinen und angeblich die Gegend belebt wird dann heißt es DIKKAT!

Denn wo sind hier lokale Künstler ?

Wo ist die Belebung ? Jeden Tag laufen massenweise Weddinger an diesen Galerien vorbei und keiner schaut rein – wieso ?

Eine Möglichkeit ist, daß die ach so lokalen Künstler eher nicht aus der Gegend stammen wie das am Beispiel Schwedenstraße relativ deutlich wird.

Kronenboden:

Herkunft:  NRW

Wohnhaft im Wedding: negativ à Friedrichhain

Aktuelle Ausstellung:

Ausstellungseröffnung „Radio Babylon“ am 26.9.2008 um 19 Uhr

Bühne: Karen Hilde Fries
Regie: Peter hanslick
Theater Görlitz 2008

http://www.kronenboden.de

Copyright:

Herkunft: NRW /BaWü

Wohnhaft im Wedding: negativ à  Treptow / Prenzlauer Berg

Aktuelle Ausstellung:

COPYRIGHT No. 7
Here, there and anywhere…
Von Geistern, Hologrammen und anderen Abwesenheiten

u.a.

Harry Walter – Stuttgart

Frans van Lent – lives and works in Dordrecht, Holland lecturer at the Willem de Kooning Academy, Rotterdam, Holland.

Doreen Uhlig – Berlin -Friedrichshain

Etc etc

http://www.copyright-projekt.de/

Uqbar

Herkunft: u.a. Berlin-Rudow

Wohnhaft im Wedding: ja

Aktuelle Ausstellung:

Der in Kairo lebende Hassan Khan ist ein international etablierter Künstler und Musiker.

http://projectspace.uqbar-ev.de/index.php?page=home

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Lachsbagel fressen und so….
September 5, 2008

…hab ich natürlich nicht gemacht weil ich ja nicht blöd bin und weiß,daß so ein Bagel eigentlich nur 50 Cent am pushwaggon in Neu York kostet und man sich dann hier nicht über den Tisch ziehen lassen soll. Nichtsdestotrotz traf ich mich gestern mit zwei sehr guten Freunden im Buchladen an der
Oranienburger. Ehrlich gestanden zeigt sich die Freundschaft vor allem in der Bereitschaft mich vor allem DORT zu treffen, denn ich finde diese Gegend für mein Empfinden ausgesprochen lästig. Es ist sehr unruhig und und weiß ich auch wie sich ein Einwohner von El Arenal fühlen muss, wenn er im Sommer mal durch die Straßen seiner Stadt geht – FEHL AM PLATZE. Überall wuseln Touristen mit ausgeklappten Stadtplänen rum, Körnermuttis, Werbevatis, Sugardaddies mit ihren kleinen Schluckmäusen, Bentleys etc etc… es ist wirklich so daß die Transformationsprozesse, die Krajewski in
Urbane Transformationsprozesse in zentrumsnahen Stadtquartieren – Gentrifizierung und innere Differenzierung am Beispiel der Spandauer Vorstadt und der Rosenthaler Vorstadt in Berlin
beschrieben hat nicht zu leugnen sind. sicherlich, alles ist wunderschön restauriert worden wie das angehängte Video von einer Veranstaltung des „Vereins für die Geschichte Berlins e.V.“ zeigt aber ob es dadurch lebenswerter wird…quién sabe. Ich persönlich kann mich noch an die Zeit vor dem Hype rund um die Hackeschen Höfe erinnern, und sehe mich noch als kleinen Bengel auf die Straßenbahn ( nein nicht TRAM damals STRASSENBAHN) warten und dabei auf die Fresbude schauen die gleich gegenüber der Haltstelle der 14 und 18 glaube ich war. Was mich jedoch zum Schreiben animierte war dieser kleine unscheinbare Sticker der lustiger Weise genau neben mir auf einem Regenrohr klebte und auf ideale Weise die stille Klage an diese Gegend zum Ausdruck brachte, die mir auf den Nägeln brennt, wenn ich solche geschniegelten Zonen betrete.

Heute Faul = Fundstücke aus der Welt des Netzes II
September 5, 2008

echte Berliner Maultaschen, zwar mit einem COPYRIGHT von SPREEATHEN..aber immerhin.

Interesse an diesem lukullischen Spitzenrezept berolinensischer Küche ? zum Rezept

Heute gehört uns „PrenzlBerg“ und morgen der ganze Rest
September 5, 2008

Da inzwischen der Schwabengulag im Herzen der Stadt aussieht wie die langweilige Provinz die sie ausgespuckt hat, besinnen sich unsere fleißigen Gentrifierpioniere aus 0711 auf die Doktrin ihrer Repsfreunde und greifen in bester VoR-Politik aus auf andere Bezirke….

Dazu bedient er sich diesmal nicht etwa der beühmten Bioläden oder den obligatorischen Lattebars sondern nein, im Wedding versucht man mit angeblicher Kunst und unter Hilfe der DeGeWo sich einzunisten, wobei ironischer Weise der Name der Organisation „Kolonie Wedding“ schon so gut wie alles über die Absichten verrät – obgleich sie fleißig Sticker kleben mit dem Motto „Kunst ist keine Kolonialware“.

Ein gutes Beispiel für diese überbezirkliche Verdrängungstaktik, die ihre neue Heimat im Wedding gefunden hat ist die Schwedenstraße. Eigentlich von der Sozialstruktur her vergleichbar mit der Koloniestraße und der Schulstraße finden sich hier auf cirka 500m. gleich sechs Galerien oder so genannte Künstlerwerkstätten, was sicherlich einmalig für normale Berliner Verhältnisse außerhalb der SBZ ist.

Nachdem, wie eigentlich zu erwarten, außer an den Eröffnungstagen wenn Vati und Mutti aus Wessiland anreisen oder die „echt-an-Subkultur-und so-weißt-Du-interessierten“ Kommilitonen und Professoren, kein Schwein in diese Ausstellungen geht -vielleicht weil die Künstler keinerlei Verbindung zu den Bewohnern haben??? –  versucht man nun mit Plakaten offen die Brücke zur Zone zu schlagen wie diese Bilder beweisen.

Bleibt zu hoffen, daß auch weiterhin die Resonanz niedrig bleibt, denn die Mensch im Wedding brauchen viel aber Galerien die an ihren realen Alltagssorgen vorbeigehen und von Berliner Wohnungsbaugesellschaften auch noch finanziert werden sind sicherlich nicht angebracht.

Ergo STOPPT STUTTGARTISIERUNG und Demaskiert Kolonialkünstler !