Lachsbagel fressen und so….
September 5, 2008

…hab ich natürlich nicht gemacht weil ich ja nicht blöd bin und weiß,daß so ein Bagel eigentlich nur 50 Cent am pushwaggon in Neu York kostet und man sich dann hier nicht über den Tisch ziehen lassen soll. Nichtsdestotrotz traf ich mich gestern mit zwei sehr guten Freunden im Buchladen an der
Oranienburger. Ehrlich gestanden zeigt sich die Freundschaft vor allem in der Bereitschaft mich vor allem DORT zu treffen, denn ich finde diese Gegend für mein Empfinden ausgesprochen lästig. Es ist sehr unruhig und und weiß ich auch wie sich ein Einwohner von El Arenal fühlen muss, wenn er im Sommer mal durch die Straßen seiner Stadt geht – FEHL AM PLATZE. Überall wuseln Touristen mit ausgeklappten Stadtplänen rum, Körnermuttis, Werbevatis, Sugardaddies mit ihren kleinen Schluckmäusen, Bentleys etc etc… es ist wirklich so daß die Transformationsprozesse, die Krajewski in
Urbane Transformationsprozesse in zentrumsnahen Stadtquartieren – Gentrifizierung und innere Differenzierung am Beispiel der Spandauer Vorstadt und der Rosenthaler Vorstadt in Berlin
beschrieben hat nicht zu leugnen sind. sicherlich, alles ist wunderschön restauriert worden wie das angehängte Video von einer Veranstaltung des „Vereins für die Geschichte Berlins e.V.“ zeigt aber ob es dadurch lebenswerter wird…quién sabe. Ich persönlich kann mich noch an die Zeit vor dem Hype rund um die Hackeschen Höfe erinnern, und sehe mich noch als kleinen Bengel auf die Straßenbahn ( nein nicht TRAM damals STRASSENBAHN) warten und dabei auf die Fresbude schauen die gleich gegenüber der Haltstelle der 14 und 18 glaube ich war. Was mich jedoch zum Schreiben animierte war dieser kleine unscheinbare Sticker der lustiger Weise genau neben mir auf einem Regenrohr klebte und auf ideale Weise die stille Klage an diese Gegend zum Ausdruck brachte, die mir auf den Nägeln brennt, wenn ich solche geschniegelten Zonen betrete.