Parallelgesellschaft 2.0
November 2, 2008

Gestern war ich mal wieder „zu Hause“ oder wie die Besatzer vor Ort zu schwafeln pflegen „daheim“ und konnte auf dem Weg zum Thälmannpark noch diesen netten Backshop photographieren der in anderen Bezirken wie Kiroyzberg oder Wedding ja als Beweis für eine Parallelgesellschaft herhalten müsste.  Schön daß es sowas nun auch für die SBZ gibt.

Ein rechter Schwabe
August 31, 2008

Ein rechter Schwabe

Nachdem ich heute gerade erst las, wie eifrig das SchwabenHQ sich im tausendjährigen Reich mit der späteren Stadt der Reichsparteitage Nürnberg um eben die Ausrichtung dieser stritt, war ich dennoch überrascht wie aktuell diese unheilvolle Verbindung von braunem Mob und Schwabengulag auch heute noch ist. Obwohl wir ja durch den legitimen Nachfolger von Guido Knopp, MP Günther H. Oettinger, bereits eindrucksvoll die tiefgreifende Entnazifizierung im „Ländle“ erleben durften, wollte ich dieses Beweisstück eines Boten des gallischen Dorfes Thälmannpark erst nicht für echt halten…

Damals wie heute besteht also auch weiterhin eine enge Beziehung zwischen nationasozialistische Deutschtümmelei und Schwabentum…na ja da würde ich mich als Schwabe nicht gerade freuen wer mich da freudig begrüßt.

Sicherlich stimmt der Punkt über Berlin als Einwanderungsstadt, jedoch wussten bisher alle Gruppen seit jeher sich zu integrieren, und nur selten kam es zu solchen national-befreiten Zonen wie im so genannten „P-Berg“ oder „F-Hain“.  Aber zum Glück haben ja die lieben CDU-Schwaben nun endlich rechte Freunde gefunden..ein Grund mehr der Stuttgartisierung der Hauptstadt ein entschiedenes NO GRACIAS , entgegenzuwerfen…..wer solche Freunde hat der braucht keine Feinde…aber vielleicht sollte er doch mal die Scheuklappen abmachen aber klar, damals wie heute ist natürlich „Schaffe,schaffe Häusle baue“ die beste  Ausrede für alles.

Besserschwäbel(i)n
Juli 8, 2008

Besser Schwäbel(i)n

Heissa, was für ein Wetterchen…zum Glück meint es Petrus gerade gut und wir können uns wenigstens ein wenig abkühlen.

Cool bleiben ist ja generell erste Bürgerpflicht- vor allem wenn man sich regelmäßig in der Innenstadt aufhält und sich sogar mal in die Alma Mater von Berlin traut, die ja auch unter dem Namen Humboldt-Universität zu Berlin bekannt ist. Zu Berlin ist früher notwendig gewesen da Teile Berlins einen administrativen Sonderstatus hatten und auch heute ist es sehr gut, von Zeit zu Zeit daran erinnert zu werden, daß man in Berlin ist. Klar freue ich mich über Studenten aus aller Welt…aber die Welt scheint nicht weiter als bis zum Neckar zu reichen. Häufig mache ich mir mal den Spaß und zähle die Berliner in Kursen von 20 Leuten und stelle fest, daß man selten mehr als vier findet.

Das geht soweit, daß sogar die Babbelfischlis sich einen Keks freuen,wenn man Ihnen sagt man sei aus Berlin. „Escht desch isch ja interessant. `Schab hier noch koinen g’sehn.“ …Das kennt man ja und weiß auch nie, wie man ausländischen Studenten, zum Beispiel aus Italien, erklären soll wieso sie keine Berliner an der HU kennen lernen. Lustig wird es nur, wenn Dir der Schwabe Deine Stadt erklären will. Jeder der 100’er fährt, hat ja sicher schon einmal die verhinderten Neu-Berliner erlebt, der , stolzer als Bolle je war, seiner Ihn Heimsuchen puckligen Verwandtschaft versucht die Stadt zu zeigen. Legendär dabei die Verwechselung von Staatsoper und Humboldt-Universität aber egal- Hauptsache man kann sich gut verkaufen und die Verwandten beeindrucken.

Der lustigste Gag ist mir jedoch selber in der Uni nach einem Seminar passiert, als es um die Diskussion ging, wozu wir eine MetroTram und einen MetroBus brauchen. Als ich meinte Tram sei wohl ein BVG-Marketingtrick im immerwährenden Deutschen Wahn nach mehr Internationalität und einwarf bisher hätte es ja auch „Straßenbahn“ getan kam der Brüller.

Sie, durchaus was in der Birne und natürlich aus BaWü und wohnhaft im so genannten LSD-Kiez, brachte den Satz der mich noch für Wochen zwischen schallendem Lachen und Empörung schwanken ließ:

„Bei unsch , also bei unsch im Oschten heischt desch Tram“ ….

..was soll ich dazu noch schreiben ?!!?

Hallo RBB !
Juni 6, 2008

Kurz bevor der RBB zumacht, kam gestern erneute ein höchst interessanter Beitrag zur Stuttgartisierung beziehungsweise Gentrifizierung im Yuppiebezirk Nummer 1 Prenzlauer Berg. Leider bin ich zu döselig Euch den Polyluxplacer direkt reinzubauen, aber hier schon einmal der link:

polylog fuck yuppies @ www.polylog.tv/videothek
Obwohl ich ja nicht direkt in Verbindung zu diesen häufig eher alternativen Leuten von „Fuck Yuppies“ stehe, war ich doch sehr erfreut,daß die ARD mal kritischen Stimmen bezüglich der Arm und Hip Lüge Berlins zu Worte kommen ließ. Ganz besonders gut fand ich die Szene wo soe iene kleine Szene-Zonenbraut treudoof erklärt. sie weiß ja garnicht wie sie nun irgendwie schuld sein kann daß die Mieten steigen würden. Hmmm, überlegen ist halt nicht jedermanns Sache und vor allem nicht wenn man schön am Mauerpark in der Sonen sitzt und Leuten erzählt man fühle sich in „seinem Kiez“ ja schon richtig wohl.