Lokale Größen in der Schwedenstraße
September 5, 2008

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Wenn in einem Pressetext des Quartiermanagement Lobespsalme auf die Fortentwicklung des Bezirkes in die richtige Richtung erscheinen und dann lokal und „Kolonie Wedding“ in einem Satz erscheinen und angeblich die Gegend belebt wird dann heißt es DIKKAT!

Denn wo sind hier lokale Künstler ?

Wo ist die Belebung ? Jeden Tag laufen massenweise Weddinger an diesen Galerien vorbei und keiner schaut rein – wieso ?

Eine Möglichkeit ist, daß die ach so lokalen Künstler eher nicht aus der Gegend stammen wie das am Beispiel Schwedenstraße relativ deutlich wird.

Kronenboden:

Herkunft:  NRW

Wohnhaft im Wedding: negativ à Friedrichhain

Aktuelle Ausstellung:

Ausstellungseröffnung „Radio Babylon“ am 26.9.2008 um 19 Uhr

Bühne: Karen Hilde Fries
Regie: Peter hanslick
Theater Görlitz 2008

http://www.kronenboden.de

Copyright:

Herkunft: NRW /BaWü

Wohnhaft im Wedding: negativ à  Treptow / Prenzlauer Berg

Aktuelle Ausstellung:

COPYRIGHT No. 7
Here, there and anywhere…
Von Geistern, Hologrammen und anderen Abwesenheiten

u.a.

Harry Walter – Stuttgart

Frans van Lent – lives and works in Dordrecht, Holland lecturer at the Willem de Kooning Academy, Rotterdam, Holland.

Doreen Uhlig – Berlin -Friedrichshain

Etc etc

http://www.copyright-projekt.de/

Uqbar

Herkunft: u.a. Berlin-Rudow

Wohnhaft im Wedding: ja

Aktuelle Ausstellung:

Der in Kairo lebende Hassan Khan ist ein international etablierter Künstler und Musiker.

http://projectspace.uqbar-ev.de/index.php?page=home

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Heute gehört uns „PrenzlBerg“ und morgen der ganze Rest
September 5, 2008

Da inzwischen der Schwabengulag im Herzen der Stadt aussieht wie die langweilige Provinz die sie ausgespuckt hat, besinnen sich unsere fleißigen Gentrifierpioniere aus 0711 auf die Doktrin ihrer Repsfreunde und greifen in bester VoR-Politik aus auf andere Bezirke….

Dazu bedient er sich diesmal nicht etwa der beühmten Bioläden oder den obligatorischen Lattebars sondern nein, im Wedding versucht man mit angeblicher Kunst und unter Hilfe der DeGeWo sich einzunisten, wobei ironischer Weise der Name der Organisation „Kolonie Wedding“ schon so gut wie alles über die Absichten verrät – obgleich sie fleißig Sticker kleben mit dem Motto „Kunst ist keine Kolonialware“.

Ein gutes Beispiel für diese überbezirkliche Verdrängungstaktik, die ihre neue Heimat im Wedding gefunden hat ist die Schwedenstraße. Eigentlich von der Sozialstruktur her vergleichbar mit der Koloniestraße und der Schulstraße finden sich hier auf cirka 500m. gleich sechs Galerien oder so genannte Künstlerwerkstätten, was sicherlich einmalig für normale Berliner Verhältnisse außerhalb der SBZ ist.

Nachdem, wie eigentlich zu erwarten, außer an den Eröffnungstagen wenn Vati und Mutti aus Wessiland anreisen oder die „echt-an-Subkultur-und so-weißt-Du-interessierten“ Kommilitonen und Professoren, kein Schwein in diese Ausstellungen geht -vielleicht weil die Künstler keinerlei Verbindung zu den Bewohnern haben??? –  versucht man nun mit Plakaten offen die Brücke zur Zone zu schlagen wie diese Bilder beweisen.

Bleibt zu hoffen, daß auch weiterhin die Resonanz niedrig bleibt, denn die Mensch im Wedding brauchen viel aber Galerien die an ihren realen Alltagssorgen vorbeigehen und von Berliner Wohnungsbaugesellschaften auch noch finanziert werden sind sicherlich nicht angebracht.

Ergo STOPPT STUTTGARTISIERUNG und Demaskiert Kolonialkünstler !

Kulturkreuzzug 2.0
Juli 9, 2008


Der Ossi hat ne Banane und nen Videorecorder gekriegt. Damit war er christianisiert.

Soweit die kritische Würdigung der Nachwendezeit meines PW-Lehrers Ende der 1990iger Jahre in der heutigen SBZ. Nun ja, nachdem der Wilde Osten befriedet worden ist und die Ostexpansion fast abgeschlossen ist wendet sich der Szenehopper nun dem „wilden Kurdistan“ zu- sprich Berlin Wedding. Ehemals als roter Wedding bekannt ist, ist er heute in einigen Bereichen eher ein Teil von Kücük Istanbul, wie vor allem die Flaggenparaden der letzten Wochen und die höchst professionellen Autokorsos zeigten.

Da jedoch viele der Bewohner weder mit Bananen noch mit popeligen Videorekordern christianisiert werden können ( hier auch sowieso ein großes DIKKAT mit Religion und so weissu) muss man sich was anderes einfallen.

Speerspitze der Verbesserung des Wohngebietes mit dem euphemistischen Ziel:

„These are very long-term projects that aim to attract a different demographic to Wedding,“

sind unsere lieben Künstler, die bereits im Trendtussiartikel Erwähnung fanden.

Am 19. / 20 Juli wird für diese mal wieder tüchtig die Werbetrommel gerührt wie die beigefügten Artikel aus der Berliner Woche und einem Trendorgan, der 030,unter-streichen.

Besondere Beachtung verdient jedoch meines Erachtens der kleine unscheinbare Bericht über die Dimension der Migrantenzahlen in Berlin, der zufälligerweise neben dem Aufmacherartikel in der Berliner Woche zu finden war. Vielleicht sollte man das Geld was man für sinnlose Kunst und Läden, in denen einem Klamotten aus Humanakartons verkauft werden, eher zur Verbesserung der Chancen der Bewohner dieser Gebiete ausgegben werden. Zum Beispiel mehr Freizeitangebote für Schüler oder eine Sicherung der bereits bestehenden Projekte in denen mit den Jugendlichen gearbeitet wird.

Das dies jedoch nicht in die Konzeption der DeGeWo vom Wedding 2.0 passt wurde jedoch spätestens im Januar 2008 deutlich als die Dönerbuden der Brunnestraße weichen mussten, um Platz für Kunst, Kultur und Kommerz zu machen.

In diesem Sinne

Hoşgeldiniz Stuttgartisierung !

„100 Sichere Anzeichen für Schwabenbefall in ihrem Viertel“
Juni 22, 2008

Aus der Reihe: „100 Sichere Anzeichen für Schwabenbefall in ihrem Viertel“

Heute: die Trendtussi

Sie ist kommt meist direkt aus Vatis Villa und findet Berlin voll aufregend und neu und fühlt sich meist schon nach 1 Woche in „ihrem Kiez“ supiwohl und kennt auch schon voll all die Leute und so. Wenn du jemals Fragen hast nach einem Bäcker oder nur einem Laden zum Einkauf von Klamotten dann musst Du sie unbedingt fragen, denn nur sie weiß auch ganz genau wo die Sachen noch so echt „stylisch“ sind mit anderen Worten auch „in“; „hip“ und „trendy“.

Arbeiten muss sie nicht denn Vati ist bevorzugter Weise Arzt, Anwalt oder Designer und sie studiert eigentlich auch nur in Berlin weil sie da immer hinwollte.

….das sie eigentlich nie in Berlin ankommt weil sie in die Zone geht wo sie sowieso nur auf die gleichen Schicksen trifft wie in Dusseldorf oder anderen Schnarchdörfern der westdeutschen Provinz wird sie nie einsehen, weshalb Du sie entweder magst oder sie in der SBZ versauern lässt. Erfreulicher Weise fallen Exemplare wie diese schnell auf, wenn sie die ihnen von Vati gekauften „national Befreiten Zonen“ im Herzen der Stadt verlassen haben.

So wie diese beiden Prototypen der Stuttgartisierung, schick angetan mit rosa Tussitüll und dem Partyarmband vom insomnia festival. Berlin schläft nie steht da drauf –stimmt irgendwer muss ja arbeiten, damit Du mit Vatis Kohle hier weiter Deinen Traum leben kannst.

Also immer schön die Augen aufhalten weil nicht immer sieht man den Verstoß gegen vor Ort geltende Modevorschriften so gut wie auf dieser Aufnahme aus Berlin Wedding.

Mein Gentrifier von nebenan -Sonntag 22.6.08
Juni 22, 2008

Sonntag – Berlin schwitzt unter dem drückenden Wetter und während man sich auf den Knaller Spanien-Italien vorbereitet – Holland Russland ist eigentlich nicht zu verarbeiten- propagiert der Kunstverdränger lustig OPEN WEDDING SPACE. Was eigentlich ja nur für die ach so tollen Galerien gilt kann aber auch auf den Bezirk an sich übertragen werden, wie diese Inbeschlagnahmung des öffentlichen Raumes zeigt. Wie immer sind die Gäste auch voll das Weddinger Publikum ;-). Wenigstens trifft diesmal der Ausstellungstitel doch mehr ins Schwarze,als man eigentlich vermuten würde, lautet er doch Terrorist,Kapitalist,Konformist…Passt eigentlich. Künstler als Verdrängungsterroristen Hand in Hand mit der DeGeWo, die deren Ansiedlung als gute Kapitalist fördert, so daß am Ende all die schnieken Konformisten aus der Schwäbisch Bestzten Zone hier wie die Trendheuschrecken einfallen. Aber schaut selber mal rein.